Sumatra-Tiger als Haustiere

21. Jänner 2010, 14:12

Indonesien: In Gefangenschaft geborene Tiger dürfen künftig als Haustiere gehalten werden

Jakarta - Um das Überleben der vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tiger zu sichern, hat sich die indonesische Regierung eine ganz besondere Maßnahme ausgedacht: In Gefangenschaft geborene Tiger dürfen künftig als Haustiere gehalten werden. Allerdings müssen Interessenten tief in die Tasche greifen. Für ein Tiger-Paar müssen umgerechnet gut 70.000 Euro gezahlt werden. Das Geld soll in den Artenschutz fließen.

Außerdem müssen die Tiere mindestens 60 Quadratmeter Platz bekommen - "die Größe von drei Fußballfeldern wäre natürlich besser", sagte ein Sprecher des Forstministeriums am Donnerstag. Er betonte zugleich, dass die Tiere "nicht verkauft und auch nicht vermietet" werden. Für die umgerechnet gut 70.000 Euro erhielten Interessenten lediglich das Recht, "sich um die Tiere zu kümmern". Die Sumatra-Tiger, von denen in freier Wildbahn nur noch etwa 200 leben, seien auch dann noch Eigentum der Regierung.

"Spezielle Menschen mit Prestige"

Dem Sprecher zufolge kam das Ministerium auf die Idee mit den "Pflegeeltern", nachdem mehrere reiche Geschäftsleute gefragt hatten, ob sie einen Tiger kaufen könnten. "Sie wollen nicht einfach nur Pferde besitzen. Sie wollen als ganz spezielle Menschen mit Prestige wahrgenommen werden, also wollen sie Tiger halten." 

Hintergrund

Vor allem der Wunderglaube an die medizinische Heilkraft von Tigerprodukten schürt WWF-Informationen zufolge die Nachfrage. Trotz eines seit 1975 bestehenden, internationalen Handelsverbots, werden die Raubkatzen in ganz Asien weiterhin illegal abgeschossen. Der Sumatra-Tiger steht am Rande der Ausrottung, stark gefährdet gelten die Bestände des Amur-Tigers sowie der Bengalischen, Indochinesischen und Malaysischen Unterarten. (APA/red)

Kommentar posten
23 Postings
Popel
00
26.1.2010, 16:31
Bleibt die Frage, wer hält sich da wen als Haustier?

Klaus Stiefel
00
24.1.2010, 22:46
PS

es ist mir schon klar, dass es in dem Nat Geo Artikel speziell um Malaysia geht, aber in Indonesien ist es in vielen Faellen nicht anders.

Klaus Stiefel
00
24.1.2010, 22:44
Ganz sicher!

"Um das Überleben der vom Aussterben bedrohten Sumatra-Tiger zu sichern, hat sich die indonesische Regierung eine ganz besondere Maßnahme ausgedacht"
aber klar. Die Indonesischen Behoerden sind extrem korrupt, und stecken mit den Schmuglern exotischer Tiere unter einer Decke. Hier geht es um das leichtere Beschaffen von Ausfuhrgenehmigungen, die fuer angeblich in Gefangenschaft geborene Tiere leichter zu beschaffen sind.

Ein sehr interessanter Artikel zu dieser Problematik ist im letzten "National Geographic" zu finden:
http://ngm.nationalgeographic.com/2010/01/a... risty-text

cenare in animo habeo
14
22.1.2010, 16:08

Möge der Mensch wieder so zahlreich werden,
wie es der Tiger heute ist.

fuerTiere
01
22.1.2010, 14:15
Verschiedene Unterarten des Tigers

scheinen bereits ausgerottet zu sein. Verantwortlich ist neben der Zerstörung ihres Lebensraumes vor allem die Jagd auf sie. Früher war die Trophäenjagd auf Tiger in Mode - es wurden regelrechte Treibjagden veranstaltet. Heute sind Tiger in ihrem gesamten Lebensraum geschützt. Unterbinden kann dies die Jagd auf sie aber leider nicht. So hat z.B. die Wilderei in den letzten Jahren wieder verstärkt zugenommen. Es scheint auch an politischem Willen zu mangeln. Und solange die traditionelle chinesische Medizin Tigerprodukte immer noch nachfragt, ist der Handel mit gewilderten Tigern nach wie vor lukrativ.

der innere neugebauer
00
22.1.2010, 13:07

das topt jeden kampfhund. kleidet fabelhaft und fördert auch die landwirtschaft in der dritten welt.

Nick Tameer
00
24.1.2010, 09:24

Und sorgt für gute Chancen beim Darwin Award.

ChesneyB
11
22.1.2010, 13:58
Kampfhund

http://de.wikipedia.org/wiki/Kampfhund

"Auch der Yorkshire hat eine Vergangenheit als Kampfhund gegen Ratten"

Soviel zu diesem Thema.

Nick Tameer
00
24.1.2010, 09:32

Das mit dem Yorkshire mag zutreffen, Jagdhund, Kampfhund, da sind die Grenzen sicher fließend, aber ich möchte doch gerne einmal dabei sein, wenn ein Loddel das seinen Kollegen erklärt.

I Püngel
03
22.1.2010, 08:27
"...mindestens 60 Quadratmeter..."

das ist doch ein Witz für einen Tiger!
denen geht es einfach nur ums Geld und nicht um den Tierschutz.
Wenn man schon mit traditioneller Medizin zu wenig Geld macht, weil einem die Tiere ausgehen, muss man sich mit den restlichen wenigen halt was Besseres einfallen lassen...

IchundIchundIch
01
22.1.2010, 08:42

60 m2 ist wirklich ein witz - geld regiert die welt und daran wird sich wohl nie etwas ändern, traurig aber wahr

Lorenz Davis
 
00
22.1.2010, 15:08

Ja, in der realen Welt würde ein Tiger ein Jagdrevier von vielen qm² haben. Aber ein "Katze" ist von der Natur her ein träges Tier (es geht nur auf Jagd wenn es Hunger verspürt) und leidet relativ wenig in Gefangenschaft auf kleinem Raum (im Gegensatz zu Hetzjägern (Wölfen)). [nachzulesen bei Konrad Lorenz: "Wie der Mensch auf den Hund kam"] - Deswegen haben die Wölfe im Schönbrunner Zoo auch ein viel größeres Revier als die Raubkatzen.

Lukas Chen
20
22.1.2010, 14:50
Schon gross genug

Im manchen Tiergaerten ist der Platz fuer die Tiger auch nur so gross, oder vielleicht noch kleiner.

Psychedelic Brain
00
21.1.2010, 19:40
Ja.

Das Geld soll in den Artenschutz fließen.

Klar.

hagane
50
21.1.2010, 16:40

ach du meine gute... das bild ist ein fall für photoshopdisasters.blogspot.com...

rubita
00
21.1.2010, 19:28

ich würde sagen, das kommt aufs Objektiv an

hcl
01
22.1.2010, 13:38

Ich würde eher sagen, das hängt damit zusammen, daß die Pfote von einem ausgewachsenen Tiger stammt und der Kopf dahinter von einem Jungtier. *eg*

hagane
00
23.1.2010, 10:46

LOL dass es zwei Tiere unterschiedlichem Alters sind, das kapier ich auch.
Ich frag mich halt wieso pfoten und babytigerkörper schatten wefen und linksseitig vom bild auch körpereigenschatten, das gesicht des babykopfs aber in keinster weise, nichtmal im maul. ja klar, hat man extra nen diffusor aufgestellt fürn babykopf...

rubita
00
22.1.2010, 16:15

die Pfoten stammen aber ganz deutlich nicht aus der Richtung des Babys, was darauf hindeutet, dass der Fotograf dia Präsenz eines Elternteils suggerieren will :)

hcl
00
22.1.2010, 16:22

Eben... genau das wollte ich aussagen (wobei das nicht unbedingt das Elterntier sein muß). Jedenfalls braucht man keinen Photoshop dafür, sondern nur zwei Tiger unterschiedlicher Größe.

rubita
00
22.1.2010, 16:30

ich hatte den ursprünglichen Kommentar jedenfalls auf den immer noch erstaunlichen Grössenunterschied (zwischen erwachsener Pfote und ganzem Jungtier) zurückgeführt. Mir scheint es sonnenklar, dass es sich um zwei Tiere handelt, und das unterstelle ich auch hagane.

GAGA3
00
21.1.2010, 15:09

Originelle Idee: wenn einem die eigenen Pferde langweilig werden, kauft man sich zur Entsorgung einen Tiger

one single voice
01
21.1.2010, 15:37

dann klappts auch mit dem nachbarshund ;o)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.