Rechnungshof rügt Kärnten und Oberösterreich

22. Dezember 2009, 18:18
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    foto: standard/cremer

    Rechnungshof-Präsident Josef Moser ist mit der Umsetzung seiner Empfehlungen ganz zufrieden. Immerhin die Hälfte der Vorschläge wurde befolgt. Unter den Bundesländern sind insbesondere Kärnten und Oberösterreich säumig - das sei "verbesserungswürdig".

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Bund, Länder und Gemeinden haben die Hälfte der vom Rechnungshof empfohlenen Maßnahmen umgesetzt - Kärnten und Oberösterreich sind am nachlässigsten

Wien - Rechnungshofspräsident Josef Moser ist zufrieden. Bund, Länder und Gemeinden setzen immerhin etwa die Hälfte der Reformvorschläge seiner Kontrollinstitution um - bei einem weiteren Drittel gibt es zumindest Zusagen. Und: Im Vorjahr wurden weniger Empfehlungen ignoriert als noch 2007. Da war es noch ein Viertel, jetzt sind es 19 Prozent.

Als Basis für diese Statistik des am Dienstag vorgelegten Tätigkeitsberichtes des Rechnungshofes (RH) dienen dessen diverse Prüfberichte: Allein im Bund waren es 106 Prüfberichte, davon 52 Wiedervorlagen aus dem Vorjahr. Insgesamt werden darin 662 Maßnahmen festgehalten, die dem Bund nahegelegt wurden. 332 wurden umgesetzt (das entspricht 50,2Prozent), bei weiteren 208 (31,4Prozent) wurde die Umsetzung zugesagt. Nicht aufgegriffen wurden 122 vorgeschlagene Maßnahmen (18,4 Prozent).

Fehlende Einsparungen

Ein Kritikpunkt an Bundesagenden, den der Rechnungshof allerdings weiterhin festhält, ist: Die Kontrollore vermissen bei den Eurofighter-Einsparungen noch 120 Millionen Euro. "Der RH wird der Entwicklung der noch offenen Empfehlungen ein besonderes Augenmerk widmen, da deren Umsetzung wesentliche Einsparungen betrifft" , wird daher von ihnen auch unmissverständlich festgehalten. Im Verteidigungsministerium wiegelt man ab: Die Einsparung von 120 Millionen Euro werde erreicht, man spare bei der Wartung vier Millionen Euro im Jahr - bei einer Laufzeit von 30 Jahren.

Insgesamt freut sich RH-Präsident Moser aber über die Ergebnisse. Das heuer zum zweiten Mal durchgeführte "Nachfrageverfahren" - hier wird bei allen untersuchten Stellen der Umsetzungsstand der Empfehlungen aus dem Vorjahr ermittelt - habe dazu geführt, "dass ein gewisser Anreiz für die Vollziehung entstanden ist, den Empfehlungen verstärkt ihr Augenmerk zuzuwenden", sagte er am Dienstag.

Ein ähnliches Bild wie im Bund zeigt sich auch bei den Ländern: Von 356 Vorschlägen wurden 175 umgesetzt (49,2Prozent), 110 zugesagt (30,9 Prozent) und 71 ignoriert (19,9Prozent). Allerdings schwanken die Umsetzungsraten je nach Bundesland.

Kärnten ist säumig

So setzt es eine Rüge des RH-Präsidenten für Kärnten und Oberösterreich. "Sicherlich verbesserungswürdig" , nennt Moser deren Bestrebungen. In Kärnten wurden nämlich nur 29,3 Prozent der Vorschläge umgesetzt, in Oberösterreich 31,6 Prozent. Zur Verdeutlichung: Spitzenreiter sind Vorarlberg (64,3 Prozent) und Wien (61,7 Prozent), wobei Moser selbst aber einräumt, dass diese Daten wegen der unterschiedlichen Anzahl der vorgelegten Reformvorschläge nur bedingt vergleichbar seien. So hat der Rechnungshof dem Umsetzungsspitzenreiter Vorarlberg im Vorjahr nur 14 Empfehlungen gemacht, Kärnten aber 41.

In Summe am höchsten ist die Umsetzungsrate bei den Gemeinden, die heuer erstmals gesondert ausgewiesen werden. Von insgesamt 122 Vorschlägen haben sie im Vorjahr 67 umgesetzt (54,9 Prozent), 31 zugesagt (25,4Prozent) und 24 ignoriert (19,7 Prozent). Für RH-Präsident Moser zeigt das auch, dass die politisch umstrittene Gemeindeprüfkompetenz von den Betroffenen durchaus akzeptiert werde. (DER STANDARD, Printausgabe, 23.12.2009)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 43
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andi348
00
26.12.2009, 10:07
kärnten den geldhahn zudrehen

dann wird auch in kärnten schneller umgesetzt.

aber was will man von bzö/f.i.k. (freiheitliche in kärnten) erwarten?

El Rick
00
23.12.2009, 12:04
Warum nur

überrascht es mich nicht, Kärnten hier wieder als schwarzes Schaf zu sehen.

didi111
02
23.12.2009, 11:38
Das Hauptübel sind und bleiben die Bundesländer..


Und solange die nichtsnutzigen Landeswürschteln und ihre sündteuren Polithofnarren unkontrolliert durch die Gegend fahren und ganzjährig auf Kosten der Steuerzahler den Weihnachtsmann machen, solange wird genau NICHTS passieren.

PS.:

Weil es so ist - wie es eben ist - beispielsweise kann das Land NÖ mit zweckwidrig verwendeten Steuergeld in London mit über 4 Milliarden Euro an der Börse OHNE KONSEQUENZEN zocken, solange werden wir und unser Bekanntenkreis alle Spenden aussetzen.

Seien es Spenden fürs Licht ins Dunkle, seien es Spenden für die Caritas,., mit sofortiger Wirksamkeit ist das Vergangenheit.

Verarschen kann man sich selbst auch. Dazu braucht man nicht spenden (NÖ hat übrigens schon eine HALBE MILLIARDE VERLUST!!)

MekongTscharli
60
23.12.2009, 11:24
hmm ..

.. der Fisch fängt am Kopf an zu stinken .. und der ist in Wien.

Dr. Mag. H. Odensack
05
23.12.2009, 12:46
Ich fürchte diesmal stinkt er auch am Ars**, und der ist in Kärnten.

MekongTscharli
00
23.12.2009, 13:15
Wie der Herr, so das Gescherr !

Wien ist auch nur Bundesland.

Und, der Flughafen schon fertig.

Beim Hand aufhalten sind alle gleich.

itavalda
00
13.1.2010, 12:44

Der Flughafen ist aber NÖ und die Hälfte der Aktien auch . Was sagst jetzt ?

Genowo
00
23.12.2009, 10:58
Wäre es für einen kritischen Journalismus nicht Aufgabe darzustellen,

welche Empfehlungen nicht umgesetzt werden?
Die reine Zahlenstatistik, wieviel % der Vorschläge umgesetzt werden, ist nicht aussagekräftig und auch recht uninteressant.

Aber vielleicht bleibt ja der Standard am Thema dran und wir erfahren bald mehr.

kauf nix
01
23.12.2009, 12:23
durchaus, aber...

...kritischer journalismus kann auch durchaus von den positiven dingen berichten - hat sich aber leider noch nicht ganz durchgesprochen.

tramezzino
01
23.12.2009, 11:27

dein optimismus bezüglich qualitätsjournalismus kennt keine grenzen...

codo
03
23.12.2009, 10:15
41 vorschläge an kärnten ist ein weiterer beweis, dass es in diesem paria-bundesland extrem im argen liegt..

tramezzino
01
23.12.2009, 11:27

und leute, die nicht zwischen den leuten im land und der politischen führung unterscheiden können, hab ich eh schon gfressen.

codo
02
23.12.2009, 11:49

aber die kärntner sind halt von so schlichtem gemüt, dass sie vor lauter verschenkten hundertern u. mehr gar nicht sehen, dass die großen summen an ganz andere empfänger gehen ;-)

gratuliere ihnen deshalb für den sensationellen durchblick (obwohl es österreichweit leider nicht viel anders ist!)

artemis70
01
23.12.2009, 11:44
die leute im land sind - angeblich - mündige wählerInnen,

können sich somit nicht wirklich aus der verantwortung stehlen.
außerdem: der landeshäuptling hats schriftlich, dass er in ermangelung entsprechender ausbildung seinerseits nicht zur verantwortung gezogen werden kann.

codo
01
23.12.2009, 11:44
wer hat denn diese polit. führung gewählt??

es waren doch nicht die steirer oder wiener, die den per haftbefehl gesuchten autoschieber scheuch, den gerichtsbestätigt grenzdebilen dörfler u. den steuerberater millionenverschenker martinz gewählt haben *g*

Entsetzen!
30
23.12.2009, 11:05

Ja, diese slowenischen Gemeinden ganz unten im Süden (ja, die mit den bereits bestehenden zweisprachigen Ortstafeln!) rühren keinen Finger, wenn es ans Arbeiten geht!
Nur beim Geld anfordern, da sind sie wieselflink.

itavalda
00
13.1.2010, 12:47

Bitte verschon uns mit dem Schrott !
Die Hendldiebe in Koroska sitzen immer noch in Klagenfurt.

HansPeter10
31
23.12.2009, 09:28

Also ich sage die Wasserstandsmeldungen des Rechnungshofs sind oft entbehrlich. Er gibt ja auch nur Vorschläge.
Der Rechnungshof, bzw. seine Prüfer werden so als Allwissende und Unfehlbare dargestellt, als hätten sie die Weisheit mit dem Löffel gegessen.
Es obliegt den für den geprüften Bereich Verantwortlichen was umgesetzt wird oder nicht. Basta.

mikromalist
 
01
23.12.2009, 09:10
Nicht umgesetzt. K weil's eh schon

wurscht ist? OOe weil's noch wurscht ist?

cee lo
00
23.12.2009, 11:12

oder weil JH zu beiden ländern eine affinität hatte.....

nils007
22
23.12.2009, 09:02
Wenn alles umgesetzt werden würde,

was der Rechnungshof vorschlägt, hätte man auch schon 50% der freiwilligen Feuerwehren in OÖ zusperren müssen. Also, lasst sie reden ...

itavalda
00
13.1.2010, 12:51

Es ist aber sicher in Frage zustellen ob es notwendig ist dass in jeder 1500 Seelen Gemeinde 4 Millionen € Geräte und Gebäude ungenützt herumstehen .
Soviel brennt es in 50 Jahren nicht !

haudi
00
22.12.2009, 23:19
schon wieder so ein kärntenfeindlicher angriff!

landesrat dobernig wird das abzuwehren wissen!

/ironie off ... lei lei

Gewissenhaft
01
23.12.2009, 10:52
.....oder er wird sich in eine Ecke verkriechen und.....

blaubraune Tränen weinen, weil ja alle so gemein sind und seine Kärntnerinnen und Kärntner angreifen, die bösen Wiener, die bösen..............

draufgschissen
32
22.12.2009, 23:11
ja kein wunder oberösterreich

da sitzen die schwarzen da wird herumgetrickst, geschwärzt herumgedokter - grad so wie in NÖ
schwarzen verlogenes gsindel.

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