
15.11.2009 18:23
22 Fälle mit Nebenwirkungen
100.000 ließen sich in der ersten Woche impfen
Wien - 100.000 Österreicher haben sich in der vergangenen Woche gegen Schweinegrippe impfen lassen, bei 22 Geimpften kam es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Fieber und Bauchschmerzen. Ein Mann musste mit Atemnot stationär im Krankenhaus aufgenommen werden.
"Einen dramatischen Fall von Nebenwirkungen hatten wir in Österreich bisher nicht. Die Meldungen sind durchaus typisch für eine Influenza-Impfung ," sagte am Wochenende Marcus Müllner, der Leiter der österreichischen Arzneimittelagentur AGESPharmMed. "Sonst bekommen wir im ganzen Jahr in Österreich 50 Meldungen von schwerwiegenden und möglicherweise mit irgendeiner Impfung im Zusammenhang stehenden Nebenwirkungen."
45 Meldungen von Nebenwirkungen europaweit
Europaweit gab es bisher 45 Meldungen von Nebenwirkungen bei Menschen, die mit dem in Österreich eingesetzten Impfstoff Celvapan immunisiert worden waren. Die Vakzine wird außer in Österreich noch in Irland und in Großbritannien verwendet. In diesen Ländern erlitten drei Menschen nach der Impfung einen schweren allergischen Schock.
In Österreich gab es seit Beginn der Grippewelle bisher zwischen 10.000 und 20.000 Infektionen mit dem H1N1-Virus. In zehn Fällen verlief die Erkrankung schwer. Zwei Menschen sind bis jetzt an den Folgen der Schweinegrippe gestorben. (fern, APA, DER STANDARD Printausgabe, 16.11.2009)
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