derStandard.atPanoramaChronikFall Kampusch

07.11.2009 19:10

Neue Ermittlungen wegen Freiheitsentziehung
Verdacht der Beteiligung von Priklopils Freund - Staatsanwalt: "Nahebeziehung nicht zufriedenstellend geklärt"

Wien - Neuerliche Befragungen im Fall Natascha Kampusch haben nach Angaben der Zeitung "Die Presse am Sonntag" erste konkrete Ergebnisse gebracht. Demnach wird aktuell gegen Ernst H. wegen Paragraf 99 StGB (Freiheitsentziehung) ermittelt. Gegen H. - jenen Mann, der als Freund von Wolfgang Priklopil den Kampusch-Entführer unmittelbar nach der Flucht des Mädchens am 23. August 2006 ein letztes Mal traf - "besteht der Verdacht, dass er unter Umständen beteiligt war", sagt der zuständige Grazer Oberstaatsanwalt Thomas Mühlbacher, der die offizielle Ermittlung "nicht dementieren kann".

"Es haben sich Verdachtsmomente ergeben. Und aus der besonderen Nahebeziehung von H. zu Priklopil sind noch Fragen offen, die nicht zufriedenstellend geklärt sind", sagt Mühlbacher. Im Zusammenhang mit dem Fall Kampusch wurde außerdem ein Ersuchen an die deutsche Staatsanwaltschaft gestellt, bei zwei Zeugen Beweismittel sicherzustellen. Bis Jahresende will Mühlbacher über eine eventuelle Anklage entscheiden.(APA)

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